Studieren in China – die Faszination des Reichs der Mitte

China galt lange Zeit und gilt auch heute noch als das Land der Zukunft. Es ist das Land mit den meisten Einwohnern und zählt immer noch zu den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum. Das wissen die meisten Firmen in den USA und auch in Europa. Deutschland zählt zu den engsten Partnern in Industrie und Wirtschaft.

Doch nicht nur deutsche Firmen haben diese anregende  und boomende Welt für sich entdeckt. Immer mehr Schüler und Studenten besuchen chinesische Sprachkurse oder entscheiden sich sogar dafür für eine Zeit in diesem Land zu leben.

Ein Studium in China übt eine ganz besondere Faszination auf viele junge Deutsche aus.

Zum einen ist da dieses Mystische, das Unbekannte und Fremde. Eine völlig andere Kultur und Lebensweise, wie sie sich viele Europäer überhaupt nicht vorstellen können. Da sind kulturelle Hochburgen aus vergangenen Dynastien, geheimnisvolle Völker mit besonderen Begabungen, kleine halb vergessene Dörfchen im Gegensatz zu pulsierenden Großstädten am Nabel der Zeit.

Zum anderen der Reiz des hochmodernen, der boomenden Industrie und des wirtschaftlichen Erfolgs. Ob es um Mode, neue Technologien oder die Automobilbranche geht, überall ist China präsent und es entstehen immer mehr Zusammenarbeiten zwischen deutschen und chinesischen Unternehmen.

In diese andere Welt einzutauchen, ob nur für ein oder zwei Semester oder sogar für das komplette Studium, davon träumen viel deutsche Studenten.

Die chinesische Sprache bietet dabei eine ganz eigene Herausforderung. „Wenn man Chinesisch kann, dann hat man einen großen Pluspunkt bei zukünftigen Arbeitgebern!“, diesen oder ähnliche Sätze hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Und nicht nur der Erfolg ist ein Anreiz auch die Sprache selbst übt eine gewissen Anziehungskraft aus. Gerade für uns Deutsche sind die Schriftzeichen ein besonderes Geheimnis, welches nur darauf wartet gelüftet zu werden.

Doch sie zu lernen ist harmlos ausgedrückt, sicher nicht einfach, um nicht zu sagen, wahnsinnig schwer. Was man zu Hause im Sprachkurs gelernt hat erscheint einem wie ein winziger Bruchteil in einem riesigen Puzzle. Ein Aufenthalt im Land selbst stellt die optimale Möglichkeit dar, die Sprache in ausreichendem Maße zu lernen und sich wirklich verständigen zu können.

Zur Verständigung zählen auch zahlreiche von Verhaltens- und Höflichkeitsregeln, die man zu lernen hat um Missverständnisse zu vermeiden.

Auch das chinesische Bildungs- und Hochschulsystem unterscheidet sich sehr von anderen. In so genannte „Danwei“ oder Einheiten sind alle zugehörigen Bereiche des Bildungs- und auch Berufssystems unterteilt. Das bedeutet konkret, dass auf einem Gelände nicht nur die Universität und eventuell noch Wohnungen oder Bibliotheken sind, sondern auch zum Beispiel Krankenhäuser, Einkaufmöglichkeiten und vieles Weitere. Das verschafft den Hochschulen eine enorme Größe, die Elite-Universität Beida in Peking etwa gleicht einer Kleinstadt, mit allem was zum Überleben notwendig ist.

Als ausländischer Student werden einem von den Hochschulen oft viele Programme wie Reisen oder Einladungen zu offiziellen Empfängen angeboten, so dass man zahlreiche Möglichkeiten hat, das Land und seine Menschen kennen zu lernen.

Jeder, der sich für einen Aufenthalt in China entscheidet wird sicherlich eine riesige Menge an wertvollen Erfahrungen sammeln können. Ob hauptsächlich für das spätere Berufsleben, für die eigene Einstellung und Wahrnehmung, für das Weltbild oder die studentische Weiterbildung, das kann jeder selbst bestimmen.

Wichtig ist vor allem eine gründliche Vorbereitung und ausreichende Informationssuche, um einen reibungslosen Aufenthalt zu gewährleisten. Hierzu zählen das Auswählen einer Hochschule, das Bewerbungsverfahren und das Klären von Einreise- und Versicherungsvorschriften.

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